2.4*Tools zur Arbeit im Team:Spannungsspeicher: Unterschied zwischen den Versionen

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== Sechs Hinweise für erfolgreiches Arbeiten mit Tools ==
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== Spannungsbasiertes Arbeiten ==
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Wir lieben Tools. Wirklich. Gleichzeitig wissen wir, dass viel Schindluder mit ihnen getrieben wird:
 
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Manchmal werden sie schlicht im falschen Kontext angewendet, manchmal als Allheilmittel verkauft oder
 
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mit Versprechen versehen, denen sie nicht gerecht werden können. Deshalb verstehen wir auch, dass
 
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manche Menschen direkt abschalten, wenn ihnen jemand mit einem Tool oder einer Übung ankommt.
 
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Damit euch das nicht passiert, folgt hier ein kleiner Beipackzettel, sechs Hinweise für das erfolgreiche
 
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Arbeiten mit Tools:
 
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1. Tools sind häufig vereinfachend, aber sie helfen dabei,
 
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schnell eine gemeinsame Sprache zu entwickeln.
 
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2. Fangt nicht an, über Tools zu diskutieren, ehe ihr sie überhaupt
 
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ausprobiert habt. Testet sie und sprecht dann darüber, ob
 
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und wie sie für euch nützlich sein können.
 
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3. Tools sehen immer so fertig und abgeschlossen aus, das befreit
 
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euch aber nicht davon, mitzudenken, wenn ihr sie nutzt.
 
  
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4. Tools sind dafür da, abgewandelt zu werden. Benutzt
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Spannungen sind alles, "was anders sein könnte". Dies kann in einer Frage münden, es kann eine Idee sein, ein Problem oder ein Vorschlag. Sie sind per se nichts Negatives, sondern ein positiver Impuls zur Veränderung, ein ungenutztes Po-
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vorhandene Tools und baut sie solange um, bis sie euch nützen.
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tenzial, das erst dann produktiv wirken kann, wenn die zugrunde liegende Spannung ins Team eingebracht
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wurde. Ganz wichtig dabei: Eine Organisation hat keine Spannun, ein Team hat auch keine Spannung. Eine
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Spannung entsteht immer in einer Person. Zwei Personen können eine ähnliche Spannung haben, aber es
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lohnt sich, den Fokus immer auf das Individuum zu legen und zu fragen: Wie ist deine Spannung? Spannun-
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gen werden gefühlsmäßig wahrgenommen und Gefühle sind eine höchst individuelle Angelegenheit.
  
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5. Nicht jedes Tool funktioniert für jeden Menschen oder jedes Team.
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Spannungen brauchen einen Ort, an dem sie gesammelt und bearbeitet werden
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Das ist okay.
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können. Wir haben daher in jedem Montagsmeeting einen Spannungsspeicher, den jede:r im Team mit Spannun-
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gen füllen kann. Spannungen können dort jederzeit kurz notiert, gespeichert und für den Moment zurückgestellt werden. So mussniemand eine Spannung für sich behalten und sich möglicherweise frustriert durch das Meeting schleppen.
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Alle Spannungen werden zum gegebenen Zeitpunkt gelöst.
  
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6. Tools werden euch nicht retten, das müsst ihr schon selber tun.
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Wenn wir zu unserem Spannungsspeicher kommen und ihn leeren, gehen wir der Reihe nach alle
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Spannungen durch und stellen eine einfache Frage: Was brauchst du? Diese
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Frage richtet sich immer an die Person, die eine Spannung geäußert hat, denn nur sie kann wissen, was
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benötigt wird, um die Spannung zu lösen.
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Meistens gibt es nur eine begrenzte Menge an Möglichkeiten, die in Betracht kommen, um eine Spannung
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zu lösen:
  
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== Spannungsbasiertes Arbeiten ==
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Spannungen lassen sich in der Regel lösen, indem
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* eine Information geteilt wird („Ich muss jetzt einfach mal loswerden, dass ... “)
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* indem jemand anderes eine Information beisteuern kann („Ich müsste noch wissen, wann/ob/wie ... “)
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* Handlungen verabredet werden („Es würde mir helfen, wenn du Folgendes für mich tun könntest“)
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* ein komplexes Ergebnis angefordert wird (z.B. "Können wir dafür ein Meeting planen?")
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* eine neue Erwartung/Regel/Rolle festgehalten wird
  
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Ein einfaches Konzept und eine noch einfachere Frage,
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Wenn eine Spannung nicht innerhalb des Montagsmeetings, also innerhalb von 15 Minuten, gelöst werden kann, verabreden wir dazu einen weiteren Termin.
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die die Zusammenarbeit erleichtern können
 
  
  

Aktuelle Version vom 31. August 2023, 12:41 Uhr

Spannungsbasiertes Arbeiten

Spannungen sind alles, "was anders sein könnte". Dies kann in einer Frage münden, es kann eine Idee sein, ein Problem oder ein Vorschlag. Sie sind per se nichts Negatives, sondern ein positiver Impuls zur Veränderung, ein ungenutztes Po- tenzial, das erst dann produktiv wirken kann, wenn die zugrunde liegende Spannung ins Team eingebracht wurde. Ganz wichtig dabei: Eine Organisation hat keine Spannun, ein Team hat auch keine Spannung. Eine Spannung entsteht immer in einer Person. Zwei Personen können eine ähnliche Spannung haben, aber es lohnt sich, den Fokus immer auf das Individuum zu legen und zu fragen: Wie ist deine Spannung? Spannun- gen werden gefühlsmäßig wahrgenommen und Gefühle sind eine höchst individuelle Angelegenheit.

Spannungen brauchen einen Ort, an dem sie gesammelt und bearbeitet werden können. Wir haben daher in jedem Montagsmeeting einen Spannungsspeicher, den jede:r im Team mit Spannun- gen füllen kann. Spannungen können dort jederzeit kurz notiert, gespeichert und für den Moment zurückgestellt werden. So mussniemand eine Spannung für sich behalten und sich möglicherweise frustriert durch das Meeting schleppen. Alle Spannungen werden zum gegebenen Zeitpunkt gelöst.

Wenn wir zu unserem Spannungsspeicher kommen und ihn leeren, gehen wir der Reihe nach alle Spannungen durch und stellen eine einfache Frage: Was brauchst du? Diese Frage richtet sich immer an die Person, die eine Spannung geäußert hat, denn nur sie kann wissen, was benötigt wird, um die Spannung zu lösen. Meistens gibt es nur eine begrenzte Menge an Möglichkeiten, die in Betracht kommen, um eine Spannung zu lösen:

Spannungen lassen sich in der Regel lösen, indem

  • eine Information geteilt wird („Ich muss jetzt einfach mal loswerden, dass ... “)
  • indem jemand anderes eine Information beisteuern kann („Ich müsste noch wissen, wann/ob/wie ... “)
  • Handlungen verabredet werden („Es würde mir helfen, wenn du Folgendes für mich tun könntest“)
  • ein komplexes Ergebnis angefordert wird (z.B. "Können wir dafür ein Meeting planen?")
  • eine neue Erwartung/Regel/Rolle festgehalten wird

Wenn eine Spannung nicht innerhalb des Montagsmeetings, also innerhalb von 15 Minuten, gelöst werden kann, verabreden wir dazu einen weiteren Termin.