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Vor dem Hintergrund der Arbeit mit Gruppen ist auch die eigene Wahrnehmung der Zielgruppe relevant, da dies ebenso einen Einfluss darauf hat, welche Rolle man selbst einnimmt/einnehmen möchte.
 
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*Durch Zielgruppenbestimmung werden gewisse Merkmale hervorgehoben, die Menschen gemeinsam haben
 
*Durch Zielgruppenbestimmung werden gewisse Merkmale hervorgehoben, die Menschen gemeinsam haben
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**die implizite Annahme ist, dass diese in so bedeutsamer Weise ihre Lebensverhältnisse bestimmen, dass sie ihre Bildungsinteressen und Lerndispositionen irgendwie „prägen“ und dadurch eine „Zielgruppen/adressatengerechte“ Ansprache möglich wird
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*Wie ich mich selbst verstehe, hängt eng mit den eigenen Werten zusammen und wie ich dementsprechend handle
 
*Wie ich mich selbst verstehe, hängt eng mit den eigenen Werten zusammen und wie ich dementsprechend handle
  
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Verschiedene Tools zum eigenen Rollenverständnis und Reflexion der eigenen Wertehaltung:
 
Verschiedene Tools zum eigenen Rollenverständnis und Reflexion der eigenen Wertehaltung:
 
*„Die Bedeutung der Werte“ – Der Online-Werte-Test von Ein guter Plan www.einguterplan.de/werte-test
 
*„Die Bedeutung der Werte“ – Der Online-Werte-Test von Ein guter Plan www.einguterplan.de/werte-test
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*Jugend-Milieus https://www.sinus-institut.de/sinus-loesungen/sinus-jugendmilieus/
 
*Jugend-Milieus https://www.sinus-institut.de/sinus-loesungen/sinus-jugendmilieus/
  
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* [http://wiki.mohio.org/images/5/52/LaL-KompaktWissen-5-p%C3%A4dagogische_Haltung.pdf Lernprodukt]
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* [http://wiki.mohio.org/images/d/de/P%C3%A4dHaltung.jpg Graphisches Protokoll]
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[[Category: mohio Inhalte]]
 
[[Category: Landen auf dem Lande]]
 
[[Category: Landen auf dem Lande]]
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[[Category: Übersicht]]

Aktuelle Version vom 12. August 2022, 09:30 Uhr

Landen auf dem Lande - Logo - flach.png

Die hier aufgeführten Erkenntnisse und Ergebnisse sind im Rahmen des Netzwerkprojektes Landen auf dem Lande zusammengetragen worden.


Was ist eine angemessene Rolle in schulischen und außerschulischen Bildungskontexten?
Diese Frage ist vor allem dann bedeutend, wenn man als externer Bildungsakteur nur punktuell interveniert und kaum die Möglichkeit hat, intensive soziale Beziehungen zu den Teilnehmenden aufzubauen. Grundlage einer guten pädagogischen Arbeit ist die Selbstkritik und die Analyse der eigenen Standpunkte, die wir implizit vermitteln. Diese Aufgabe muss letztendlich jede:r für sich bearbeiten. Wir nehmen unterschiedliche Rollen in unterschiedlichen Situationen ein, andere sehen uns in bestimmten Rollen. Daraus resultieren auch gewisse Vorstellungen und Erwartungshaltungen, wie eine bestimmte Rolle ausgefüllt werden sollte. Vor dem Hintergrund der Arbeit mit Gruppen ist auch die eigene Wahrnehmung der Zielgruppe relevant, da dies ebenso einen Einfluss darauf hat, welche Rolle man selbst einnimmt/einnehmen möchte.

  • Leitfragen:
    Graphisches Protokoll
    • Wie gelingt es, eine angemessene Rolle einzunehmen?
    • Wie nehmen wir die Zielgruppen wahr?

Pädagogische Haltung

  • Für Haltung braucht es konkrete Orientierungsmuster im Sinne von handlungsleitenden (ethisch-moralischen) Wertorientierungen, Normen, Deutungsmustern, Einstellungen und Selbstkompetenzen (wie z.B. Empathifähigkeit, Reflexionsfähigkeit)
  • das Bild von der Zielgruppe (bzw. den Teilnehmenden) und das eigene Rollen- und Selbstverständnis gehören im Kern zu dieser Haltung
  • Haltung ist dem Handeln übergeordnet, ist individuell ausgeprägt, den Individuen jedoch nicht immer bewusst
  • Wir stehen als Pädagog:innen/Referent:innen relational zu Anderen
  • Kontextabhängig sieht man sich selbst und sehen andere einen in unterschiedlichen Rollen, woraus unterschiedliche Erwartungen und Ansprüche resultieren
    • Insbesondere in Schulen liegen oftmals klare klare Rollenbeschreibungen vor

Parameter der Zielgruppenanalyse

  • Persönlichkeitsmerkmale (Alter, Geschlecht, Herkunft)
  • Bildung (Schulabschluss, Berufsausbildung)
  • Kenntnisse (Berufserfahrung, Fachkenntnisse, Thematische Vorkenntnisse)
  • Motivation (Eigen- oder Fremdmotivation)
  • Durch Zielgruppenbestimmung werden gewisse Merkmale hervorgehoben, die Menschen gemeinsam haben
    • die implizite Annahme ist, dass diese in so bedeutsamer Weise ihre Lebensverhältnisse bestimmen, dass sie ihre Bildungsinteressen und Lerndispositionen irgendwie „prägen“ und dadurch eine „Zielgruppen/adressatengerechte“ Ansprache möglich wird
    • ob dies in der Praxis auch tatsächlich so ist, dazu gibt es unterschiedliche Auffassungen

Tipps für die Praxis

  • Allgemeine Selbstreflexion: sich der eigenen (handlungsleitenden/motivierenden) Werte bewusst werden und Klarheit über eigene grundsätzliche Haltung bekommen
  • Reflexion der Selbstwahrnehmung in Bezug auf die Rolle, die man als Pädagog:in (je nach Kontext) einnimmt
  • Sich bewusstmachen, dass die eigene Wahrnehmung/Vorstellung von einer Rolle mitunter abweicht von der Vorstellung und Erwartung Anderer
  • Das eigene Rollenverständnis transparent nach Außen kommunizieren!
    • Schafft mehr Klarheit und Verständnis, auch im Hinblick auf mögliche Erwartungshaltung seitens der Teilnehmenden aufgrund einer Rollenzuschreibung


Wie sich der „Zielgruppe“ nähern?

z.B. über SINUS-Lebensweltmodell „Wie ticken“ Jugendliche, Shell-Studie (2020)

  • fängt die große soziokulturelle Unterschiedlichkeit von Jugend ein und verdichtet sie modellhaft
  • gruppiert Jugendliche, die sich in ihren Werten, ihrer grundsätzlichen Lebenseinstellung und Lebensweise, Interessen, Haltung, Mediennutzung, etc. sowie in ihrer sozialen Lage ähnlich sind
  • „Versuch einen Status-Quo abzubilden“
  • Möglichkeit, dies als Orientierung zu nutzen

Homogenität und Heterogenität von Zielgruppen

  • Ist es „gut“, wenn die Zielgruppe möglichst homogen ist? (wenn ich weiß, wie ich sie ansprechen „muss“ und was sie anspricht?)

Erfahrungsgemäß ist Heterogenität innerhalb der Gruppe insbesondere in Bezug auf Umgangsformen im Miteinander, Konzentrationsfähigkeit, bekannte Methoden, etc, von erheblich größerem Einfluss auf die Gruppendynamik und damit einhergehend der Bildungsarbeit, als eine Heterogenität in Bezug auf Werte und Einstellungen

Fallstricke

  • Rollenbeschreibung und Erwartungshaltung auf Seite der Zielgruppe/Auftraggebenden (z.B. Aufgrund von Raum, Setting, fehlender „Vorarbeit“) nicht dieselbe wie eigene Wahrnehmung der eigenen Rolle
    • Akzeptieren, dass es manchmal bedingt durch zugeschriebene Rollenerwartungen seitens der Teilnehmenden nicht immer möglich ist, diese Rolle „ganz anders“ auszufüllen
  • Gewisse Strukturen und Situationen „bringen“ eine Person in gewisse Rollen
    • Potenzial: Situationsabhängig kann eine „nachfrageorientierte“ Einnahme von Rollen auch von Vorteil sein
    • Dilemma: Das „nicht-ausfüllen“ oder „anders-ausfüllen“ einer zugeschriebenen Rolle kann auf Abwehr stoßen

Fazit

  • Wir selbst identifizieren uns mit/sehen uns in verschiedenen Rollen
  • Einige Rollen werden uns von anderen zugeschrieben (woraus mitunter Erwartungshaltungen entstehen)
  • Wiederum gibt es Rollen, die wir gerne einnehmen möchten,
  • jede:r hat mitunter andere Assoziation zu Rollenbegriffen
  • Wie ich mich selbst verstehe, hängt eng mit den eigenen Werten zusammen und wie ich dementsprechend handle

Weiterführende Informationen, Links und Download

Verschiedene Tools zum eigenen Rollenverständnis und Reflexion der eigenen Wertehaltung:

Download