BNE an Berufsschulen: Unterschied zwischen den Versionen

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*Heterogener Referent:innenpool: Referierende haben unterschiedliche Erfahrungshorizonte/ Kulturerfahrung/Alter/pädagogische Haltungen, einige arbeiten professionell hauptamtlich, andere eher ehrenamtlich/als „Nebenverdienst“
 
*Heterogener Referent:innenpool: Referierende haben unterschiedliche Erfahrungshorizonte/ Kulturerfahrung/Alter/pädagogische Haltungen, einige arbeiten professionell hauptamtlich, andere eher ehrenamtlich/als „Nebenverdienst“
 
**Evaluationstreffen mit allen Referent:innen und externen Inputs; gemeinsame Reflexion der eigenen Haltung/des Ziels; Übersetzungsleistung der Projektleitung zwischen Schulleitung, Lehrkräften, TN und Referent:innen
 
**Evaluationstreffen mit allen Referent:innen und externen Inputs; gemeinsame Reflexion der eigenen Haltung/des Ziels; Übersetzungsleistung der Projektleitung zwischen Schulleitung, Lehrkräften, TN und Referent:innen
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*Viele Akteure/Referent:innen leben in der Stadt; die Erfahrungswelten und Lebensrealität der Teilnehmer:innen und Referent:innen (Ausbildung, Wohnort etc.) differieren daher zum Teil erheblich
 
*Viele Akteure/Referent:innen leben in der Stadt; die Erfahrungswelten und Lebensrealität der Teilnehmer:innen und Referent:innen (Ausbildung, Wohnort etc.) differieren daher zum Teil erheblich
 
**Auch die eigene Positionierung, Weltbild, Handlungsmöglichkeiten reflektieren und respektieren, dass die Teilnehmenden „Expert:innen“ ihrer eigenen Lebenswelt sind
 
**Auch die eigene Positionierung, Weltbild, Handlungsmöglichkeiten reflektieren und respektieren, dass die Teilnehmenden „Expert:innen“ ihrer eigenen Lebenswelt sind
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*Berufsschulen sind immer auch ein Spiegel der Gesellschaft, Themen bieten Angriffsfläche für diskriminierende Äußerungen
 
*Berufsschulen sind immer auch ein Spiegel der Gesellschaft, Themen bieten Angriffsfläche für diskriminierende Äußerungen
 
**durch Vorbereitung und Weiterbildung der Mitarbeitenden einen achtsamen Sprachgebrauch trainieren
 
**durch Vorbereitung und Weiterbildung der Mitarbeitenden einen achtsamen Sprachgebrauch trainieren
 
**kritischen Umgang mit -ismen lernen; durch Übungen Praktiken und Handwerkszeug entwickeln, um Referent:innen zu befähigen, in Arbeit mit Gruppen reagieren zu können
 
**kritischen Umgang mit -ismen lernen; durch Übungen Praktiken und Handwerkszeug entwickeln, um Referent:innen zu befähigen, in Arbeit mit Gruppen reagieren zu können

Version vom 7. Dezember 2020, 17:15 Uhr

Zielgruppen in ländlichen Regionen erreichen -Mit welchen Methoden kommt man an Zielgruppen im ländlichen Raum ran, am Beispiel Berufsschulen?

Allgemeine Herausforderung:

So wenig wie es die städtischen Schüler:innen gibt, so gibt es auch nicht die Erzieher:innen/Auszubildenen in der Berufsschule im ländlichen Raum. Auch hier unterscheiden sich Klassen und Teilnehmer:innen stark. Die Zielgruppe der „Berufsschüler:innen“ ist äußerst heterogen in Erfahrung, Vorwissen, Perspektiven und Handeln, was in der konkreten Praxis Chancen und Herausforderungen bietet. Was es gibt, sind Erfahrungswerte, die über jahrelange Erfahrung in Bildungsprojekten im ländlichen Raum gesammelt werden konnten. Sie zeigen, auf welche Herausforderungen (ortsfremde) Bildungs-Akteure möglicherweise stoßen, wie diesen begegnet werden kann und welche Methoden und Inhalte gut angenommen werden.

Leitfragen:

    • Wie können wir den Herausforderungen begegnen?
    • Welche Methoden funktionieren?

Rahmenbedingungen

In der Arbeit mit Berufsschulen, gibt es erfahrungsgemäß einige strukturelle Bedingungen, die uns vor Herausforderungen stellen.


Den Herausforderungen begegnen

Zunächst gilt es, Anknüpfungspunkte zu finden, indem

  • Vorgespräche mit Lehrkräften (und TN) stattfinden: Erwartungsabfragen hinsichtlich Text- und Gruppenarbeit, der Diskussionskultur, der (inhaltlichen) Vorerfahrung
  • Lehrpläne angeschaut und Bezug zu diesen hergestellt wird
  • selbst informiert sein über Zielgruppe, um diese abholen zu können in Bezug auf ihren Erfahrungshintergrund
  • inhaltlicher Bezug zu ihrer Ausbildung/späterem Berufsfeld aufgezeigt wird
  • komplexe Zusammenhängen auf erfahrbare, konkrete (Lebens-)Realität heruntergebrochen wird und deren Relevanz verdeutlicht wird

Wichtig ist hier:

  • bei Diskussionen von z.B. Handlungsalternativen beachten, dass die Alternativen im städtischen Kontext (wie fair gehandelte Produkte aus dem Weltladen, ÖPVN nutzen, etc.) an realistische Möglichkeiten auf dem Land angepasst werden müssen
  • Puffer einplanen, für Diskussionen Zeit nehmen,
  • generell inhaltlich und methodisch „flexibel“ sein und evtl. auch vom ZIM abweichen/anpassen
  • Strukturen der Schule beachten
  • Fortbildung anbieten
  • „Aufklärungsarbeit“ über BNE bei Akquise leisten
  • Kontakte zuverlässig und effizient gestalten, evtl. persönliche Beziehung zu Lehrkräften und Schulleitung aufbauen
  • Mehrwert aufzeigen, lange Vorlaufzeit einplanen
  • Zusammenarbeit verstetigen, um Qualität zu sichern
  • Zusammenarbeit als Kooperation und nicht als Dienstleistung gestalten

Methoden, die gut funktionieren

  • Reflexion eigener und fremder Situation (Perspektivübernahme)
  • Bewegungsreiche Methoden
  • Erlebnisorientierte Methoden
  • Methoden, die an Erfahrung und Lebenspraxis vor Ort anknüpfen
  • Methoden mit Bezug zur Berufswelt
  • Diskussion der Lücke Werte/Haltung und Handeln

Weitere Tipps für die Projektleitung und die Referent:innen

  • eigene und kollektive Haltung reflektieren
  • gemeinsam evaluieren und Druck ablassen
  • sich externe Inputs holen
  • Bedarfs- und Erwartungsabfragen seitens der Projektleitung
  • Unterstützung durch Projektleitung (neue Methoden, Materialien etc.)
  • Multiplikator*innen schaffen, bspw. Verkäufer*innen, können es anschließend in beratender Funktion weitergeben


Fallstricke

  • Heterogener Referent:innenpool: Referierende haben unterschiedliche Erfahrungshorizonte/ Kulturerfahrung/Alter/pädagogische Haltungen, einige arbeiten professionell hauptamtlich, andere eher ehrenamtlich/als „Nebenverdienst“
    • Evaluationstreffen mit allen Referent:innen und externen Inputs; gemeinsame Reflexion der eigenen Haltung/des Ziels; Übersetzungsleistung der Projektleitung zwischen Schulleitung, Lehrkräften, TN und Referent:innen


  • Viele Akteure/Referent:innen leben in der Stadt; die Erfahrungswelten und Lebensrealität der Teilnehmer:innen und Referent:innen (Ausbildung, Wohnort etc.) differieren daher zum Teil erheblich
    • Auch die eigene Positionierung, Weltbild, Handlungsmöglichkeiten reflektieren und respektieren, dass die Teilnehmenden „Expert:innen“ ihrer eigenen Lebenswelt sind


  • Berufsschulen sind immer auch ein Spiegel der Gesellschaft, Themen bieten Angriffsfläche für diskriminierende Äußerungen
    • durch Vorbereitung und Weiterbildung der Mitarbeitenden einen achtsamen Sprachgebrauch trainieren
    • kritischen Umgang mit -ismen lernen; durch Übungen Praktiken und Handwerkszeug entwickeln, um Referent:innen zu befähigen, in Arbeit mit Gruppen reagieren zu können