Social Media: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 12. August 2022, 09:26 Uhr

Landen auf dem Lande - Logo - flach.png

Die nachfolgenden Informationen wurden im Rahmen des Netzwerkprojektes Landen auf dem Lande erarbeitet und zusammengetragen. Im Folgenden findet ihr die Dokumentation.

Graphisches Protokoll


Allgemeines

Die Nutzung sozialer Medien erscheint zunächst als mächtiges Werkzeuge für Vereine und NGOs, um mit verhältnismäßig wenig Aufwand in Kontakt mit Mitgliedern und Zielgruppen zu bleiben, Veranstaltungen zu bewerben oder Inhalte zu verbreiten. 38 Millionen Menschen in Deutschland nutzen derzeit aktiv soziale Medien, Tendenz steigend. Das klingt zunächst nach einem hohen Potenzial. Eine effektive Präsenz auf den Social Media Kanälen ist allerdings gerade für kleinere Vereine häufig eine schwierige Herausforderung. Wie viel Arbeit und welche Ressourcen stecken hinter einem „professionellen“ Social-Media-Auftritt? Ist für die Organisation die Nutzung eine der Social Media-Plattformen überhaupt das geeignete Instrument um gewisse Ziele zu erreichen?

Leitfragen

  • Kann man auch mit wenig viel erreichen?
  • Welche unterschiedlichen Social-Media-Strategien gibt es, um Menschen auf dem Land und/oder in der Stadt zu erreichen.

Gründe für Social Media Auftritt

Warum es sich lohnen kann Social Media zu nutzen:

  • Reichweite Vergleichsweise einfache Möglichkeit, viele Menschen (besonders bestimmte Zielgruppen) zu erreichen, zudem größer als über E-Mail-Verteiler
    • Bieten Chance des zufälligen Findens
  • Glaubwürdigkeit Einrichtungen ohne Social-Media-Präsenz wirken mitunter „seriöser“
  • Kommunikation Einfachster Weg, um mit Menschen in direkten Kontakt zu treten.
  • Transparenz Gute Möglichkeit, um die eigene Arbeit zu präsentieren, wirkt mitunter „nahbarer“ sofern gewünscht
  • Inspiration Wenn es die richtigen Leute erreicht, lassen sich durch Kampagnen, Aktionen und Informationen zu einem bestimmten Thema Menschen motivieren.
  • Blase erweitern Menschen und Institutionen erreichen, die man zuvor nicht auf dem Schirm hatte.
  • Netzwerken Sich mit ähnlichen Einrichtungen und potenziellen Förderern vernetzen. Gegenseitige Verlinkungen und gemeinsame Kampagnen können helfen, die Reichweite zu steigern.

Tipps und Überlegungen zur Social Media Nutzung

Die zentrale Frage, die man sich als Organisation stellen sollte: Welchen Vorteil/Mehrwert erhoffe ich mir, wenn meine Einrichtung Social Media nutzt?

  • Denn: Social Media ist zeitintensiv! Erfahrungen haben gezeigt, dass es effektiv nicht „so nebenbei“ funktioniert!
  • Es empfielt sich ein Konzept zu erarbeiten!

Warum brauche ich ein Konzept?

  • Zeitfaktor:
    • Ressourcen werden effizienter genutzt;
    • Betreuung der Kanäle wird Teil der Arbeitszeit und keine Nebenbeibeschäftigung;
    • Aufgaben werden sinnvoll aufgeteilt, Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten schaffen (z.B. Person, die immer Fotos macht)
    • es spart Ressourcen.
  • Ziel:
    • Ein definiertes Ziel lässt sich überprüfen und man kann darauf hinarbeiten: Monitoring und Evaluation ist möglich anhand vorab definierter Kriterien
    • keine Verschwendung von Ressourcen durch wahllose Produktion;
    • kein Frust, weil Inhalte umsonst produziert wurden;
    • höhere Zielgruppenorientierung
  • Qualität:
    • Zielführenderes Arbeiten;
    • hochwertigere Inhalte;
    • Algorithmen mögen Struktur und Regelmäßigkeit, was die Reichweite erhöht;

+ Höhere Qualität und Ressourcensparen durch Konzept, bewusstes produzieren und dadurch eventuelll. „vorarbeiten“ und „abarbeiten“ möglich + Ein konkretes Social Media Konzept lässt sich hinsichtlich der Effektivität besser evaluieren (insbesondere der Zeit-Nutzen-Aufwand) + Tipp: „Konkurrenz“ beobachten! ++ Sich von erfolgreichen Angeboten ähnlicher Einrichtungen inspirieren lassen.


Stadt vs. Kleinstadt vs. Land

  • Stadt: „Alles ist möglich.“
    • z.B. in vielen Städten gibt es thematische telegram-Kanäle, Facebook-Gruppen, die genutzt werden können, um Informationen/Veranstaltungen zu teilen
  • Land: Private Netzwerke pflegen, am besten über Messenger.

Viele Dörfer haben Facebook Orts-Gruppen, in der viele aus dem Dorf aktiv sind.

    • Vieles funktioniert darüber; Menschen informieren sich über Soziale Kanäle z.B. wenn Straßen gesperrt sind, jemand Dinge verloren hat, Informationen/Veranstaltungen geteilt werden
    • Zum Teil auch „WhatsApp-Dorfgruppen“, wo sämtliche Menschen aus dem Ort drin sind
    • Potenzial als Organisation möglicherweise an diese WhatsApp-Gruppen anknüpfen und zu nutzen

Mögliche Fallstricke

  • Begrenze zeitliche/finanzielle/personelle Ressourcen: Mittel und Ressourcen müssen erfahrungsgemäß zwangsweise aufgewendet werden, um effektive Social-Media-Arbeit zu betreiben
    • Qualität steht vor Quantität: alle Kanäle zu bespielen bedeutet sehr hohen Arbeitsaufwand!
    • Menschen dazu bewegen, mit meinen Posts zu interagieren
    • Es braucht ein Konzept, alles andere ist häufig „Zeitverschwendung“
    • Frage: Professionelle Social Media Betreuung oder ich lasse es ganz?
  • Unverbindlichkeit von Social Media: Menschen „denken“, sie hätten an VA teilgenommen, wenn sie auf Zusagen geklickt haben
    • Arbeit hört nicht auf, sobald ich Zusagen habe bei Facebook! Es braucht eine Strategie, dass diese Menschen dann auch wirklich motiviert sind zu kommen!
    • Tipp: Einen Tag vorher per Privat-Nachricht Erinnerung schicken.
  • Copyright und Lizenzgebühren bei Posts beachten
    • Zitieren und Quellenangaben sind wichtig, dann dürfen Ausschnitte aus z.B. zdf-Beiträgen verwendet werden

Fazit

  • Potenzial ist vorhanden, da ein Großteil der Menschen in Deutschland Social Media nutzt.
  • Aber: Social Media ist zeitintensiv! und funktioniert effektiv nicht „so nebenbei“
  • Definiert eure Ziele, Vorteile, Mehrwert für Social Media Nutzung!
  • Lernt eure Zielgruppe kennen!
  • Beachtet zeitliche und personellen Kapazitäten
  • Versucht nicht auf allen Hochzeiten gleichzeitig zu tanzen
  • Qualität vor Quantität!
  • Erarbeitet ein Konzept!
  • Messt und evaluiert eure Erfolge und passt gegebenenfalls euer Konzept an


weiterführende Informationen, Links und Downloads

Beispiele für „erfolgreiche Social Media Konzepte“: BvG (Selbstkritik, Selbstironie)

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