Vernetzungsarbeit: Unterschied zwischen den Versionen

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[http://wiki.mohio.org/images/6/6c/Netzwerkarbet.jpg Graphisches Protokoll Netzwerkarbeit]
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[http://wiki.mohio.org/images/e/e8/LaL_KompaktWissen_-_6_-_Netzwerkarbeit.pdf Lernprodukt Netzwerkarbeit]
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Version vom 25. Februar 2021, 14:57 Uhr

Landen auf dem Lande - Logo - flach.png

Die hier aufgeführten Erkenntnisse und Ergebnisse sind im Rahmen des Netzwerkprojektes Landen auf dem Lande zusammengetragen worden.

Graphisches Protokoll



Ressourcenorientierte Netzwerkarbeit in ländlichen Regionen

Insbesondere neuere, mitunter ehrenamtlich organisierte, Vereine, Gruppen und Initiativen möchten gern Tätigkeit mit Bildungsarbeit verknüpfen, um auf besondere Schwerpunktthemen oder eigene Projekte aufmerksam zu machen. Als „neuer Akteur“ oder mit einem Aktionsradius besonders abseits der größeren Städte gibt es viele Herausforderungen, insbesondere bei der Veranstaltungsakquise, Angebotskonzeption und Netzwerkstruktur. Leitfragen:

  • Mit wem kann man sich als Verein, Gruppe, Initiative sinnvoll vernetzen?
  • Wie gelingt es eher, mit den eigenen Angeboten „einen Fuß in die Tür“ zu bekommen?

Rahmenbedingungen

Im Bereich BNE/Globales lernen gibt es diverse Strukturen und Netzwerke, welche den Austausch unter den einzelnen Akteuren fördern. z.B.

- insbesondere Regional-Promotor:innen sind erfahrungsgemäß sehr hilfsbereit und engagiert, als Ansprechperson für weitere Vernetzung zu fungieren -> es hat Vorteile, sich nicht nur an einzelne Akteure, sondern an bereits bestehende Netzwerke zu wenden -> Gemeinsam als Netzwerk kann man ein Sprachrohr sein und höheres Gewicht haben, z.B. wenn es um politische Statements und Einflussnahme geht (z.B. Positionspapier zur Nachhaltigkeitsstrategie SA)

Mit wem vernetzen?

  • sich zunächst bewusst machen, was für Partner:innen man sich überhaupt wünscht/braucht (z.B. Räumlichkeiten, Referent:innen, Erfahrungsaustausch, Transportmöglichkeiten, Catering, bestimmte Materialien, etc.?)
  • überlegen, was die eigene Organisation als Partner geben könnte
  • Außerhalb der eigenen BNE-Blase vernetzen um vielleicht auch andere Personengruppen zu erreichen/in Austausch zu stehen
    • d.h. „Über den Tellerrand schauen“
  • (entwicklungspolitische) Bildungsarbeit und kulturelle Bildung miteinander verknüpfen
    • Funktioniert insbesondere im ländlichen Raum erfahrungsgemäß gut (*was „kulturelle Bildung“ konkret umfasst, soll jetzt an dieser Stelle nicht genau definiert werden, es geht darum eine ungefähre Idee/Richtung zu haben, was dieser Begriff umfassen könnte)
    • Für sowohl inhaltliche wie auch organisatorische Vernetzung eignen sich:
      • Museen
      • VHS
      • Musik- und Kunstschulen
      • Bibliotheken und Stadtbüchereien
      • Kultur- und Jugendzentren, Gemeinde- und Bürgerhäuser
      • Landfrauen-Verein
      • Netzwerke wie Mehrgenerationenhäuser und Heimatvereine
      • Landesnetzwerke für kulturelle Bildung
    • Sie alle sind engagierte Gestalter:innen der lokalen Gemeinschaft: partnerschaftliche Kooperationen auf Augenhöhe eingehen
    • haben mitunter Orte und Infrastrukturen, an die angeknüpft und genutzt werden kann
    • Erfahrungsgemäß sind kleinere Museen häufig sehr offen und interessiert, traditionelles/lokales/regionales mit globalen Themen zu verknüpfen!

Weitere Tipps

  • Arbeitsgemeinschaft für evangelische Erwachsenenbildung: gut vernetzt, man kann sich einladen lassen in Frauenkreise, Familienbildungsstätte, Landfrauen, etc.
  • Menschen in Kirchengruppen sind häufig in mehreren Gruppen aktiv, bietet das Potenzial über eine Person in Kontakt mit weiteren Personengruppen zu treten
  • Jugendforen
  • LEADER-Aktionsgruppen

Vernetzung – digital z.B. auf Plattformen wie platform n, wechange und Collaboratorium

  • ortsunabhängiges Arbeiten in Gruppen
  • direkte Absprachen und breitgestreute und Informationsweitergabe
  • Kennenlernen neuer Akteur*innen über Forum
  • Ideen entwickeln und sich auch außerhalb des eigenen Teams/Arbeitskontextes austauschen
  • Bearbeitung und gemeinsame Ablage von Dokumenten und Tabellen
  • Bewerbung eigener Veranstaltungen über Kalender-Funktion
    • Bietet Potential: Aber muss auch aktiv genutzt werden!

mögliche Fallstricke

  • Level und Professionalität: mitunter wird in einigen Regionen (noch) keine entwicklungspolitische Basisarbeit geleistet
    • Angebote niedrigschwellig konzipieren, um Angst vor Überforderung und Hemmschwellen bei den Teilnehmenden abzubauen
    • Eventuell auf wording achten/anderes wording nutzen! „Demokratiebildung“ und „Entwicklungspolitik“ wirken auf manche erstmal sehr abstrakt/abschreckend
    • Professionalität ist wichtig: Helfende Eltern ersetzten keine Pädagog:innen oder Künstler:innen. ggf. höhere Fahrtkosten für Anreisen der Honorarkräfte einkalkulieren und darauf achten, dass diese Spaß daran haben, mit „Neulingen“ zu arbeiten.
  • Insbesondere in ländlichen Regionen funktioniert vieles über Ehrenamt, es gibt nicht immer hauptamtliche Struktur!
    • Bei Absprachen und Planung bedenken
  • Bedenke die Mobilität und andere Infrastruktur in ländlichen Gebieten (ggbf. fehlende Busverbindungen/berufstätige Eltern)
    • fahrt direkt zu den Teilnehmenden, mitunter sind vor-Ort-Konzepte/Workshops möglich

Fazit

  • sich bewusst machen, was für Partner:innen für die Realisierung der Projekte gebraucht werden
  • an bestehende Netzwerke wenden und nicht unbedingt immer nur an einzelne Akteure
  • Out-of-the-box-Denken
  • Vernetzung kann auch digital stattfinden

Weiterführene Informationen

Übersicht BNE-Akteure
BNE-Zertifizierung in Thüringen
Jugendforum youpaN
Servicestelle Jugendbeteiligung

Materialien zum Download