Praktische Tipps
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Version vom 7. Dezember 2020, 17:02 Uhr von Fabian (Diskussion | Beiträge)
Hier gibt es eine handvoll an Informationen zu verschiedenen Finanzierungsformen für Projekte sowie praktischen Tipps und Tricks bei der Fördermittelsuche und Spendenakquise
Inhaltsverzeichnis
Allgemeine Herausforderung
- Leitfragen
1. Was für Möglchkeiten der Finanzierung gibt es und wie ist die Situation insbesondere im ländlichen Raum? 2. Wie finde ich passende Finanzierungsmöglichkeiten?
Kenne den ländlichen Raum / die Situation in ländlichen Regionen:
- Andere Soziodemographie auf dem Land:
- Geringere Bevölkerungsdichte
- Geringere Unternehmensdichte
- allerdings auch geringere NGO-Dichte
- Oftmals geringeres Einkommen -> Bereitschaft für Spenden daher im Allgemeinen geringer, weniger private Fördergelder
- Dafür jedoch:
- Höhere regionale Verbundenheit
- Höhere Beständigkeit -> Vorteile für Spenden, Sponsoring, Kooperationen
- mehr öffentliche Fördergelder
- Gesellschaftliche Themen, Kinder und Jugendliche, sowie Kultur-Themen funktionieren dort häufig gut
- mittlerweile mehr öffentliche Gelder für den ländlichen Raum (regionale Strukturaufbau-Programme, insbs. in sogenannten strukturschwächeren Regionen)
Mögliche Fallstricke
- Die steuerrechtliche Definition von Spende unbedingt beachten
- Aufpassen bei Spendenempfehlungen: z.B. Kuchenverkauf: Sobald konkreter "Vorschlag" für Höhe der Spende, ist es im steuerrechtlichen Sinne keine Spende mehr
- Bei Crowdfunding handelt es sich häufig um eine Mischform aus Spende und Fundraising: bei der Steuer beachten
- Unternehmenskooperation birgt Risiko, dass Kooperation zum Greenwashing/Imagepolitur genutzt wird
- im Vorhinein im Team die Werte des Vereins/Organisation klarstellen und evtl. no-gos’s festsetzen, sich mit Unternehmen genauer beschäftigen
- Bei Querfinanzierung: unterschiedliche steuerliche Tätigkeitsbereiche
- Für gemeinnützige Vereine mit wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb sind Gewinne bis 35.000 EUR steuerfrei
- durch Querfinanzierung (z.B. Vertreib von nachhaltigen Produkten) zwar mehr Eigenmittel, jedoch auch höhere Ausgaben für Unterhaltung und Initiierung
Fazit
- Möglichst genaue Vorstellung von dem Projekt haben
- Unternehmenskooperationen insbesondere im ländlichen Raum aufgrund regionaler Verbundenheit tendenziell beständiger, evtl. vom klassischen Sponsoring-Gedanken verabschieden
- Netzwerkkontakte zu anderen NGO’s nutzen und Newsletter abonnieren (Eine-Welt-Landesnetzwerke)
- Zeit muss investiert werden! (oder Geld, um Fundraising „auszulagern“
Weiterführende Informationen und Links
- Datenbank nach allen öffentlichen Fördermitteln
- Landeszentralen und Bundeszentrale für politische Bildung
- Broschüre: Netzwerk Selbsthilfe - Fördertöpfe für Vereine, Zusammenstellung nach Themenbereich im Verzeichnis
- Bundesverband für deutsche Stiftungen
- Baden-Württemberg, jugendnetz.de
- Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und andere Bundesländer haben eigene Seiten für Fördertöpfe